Laut SAP haben böswillige Anweisungen KI-Agenten Produktivdaten löschen lassen.
Guten Morgen! An vier Meldungen lässt sich diese Woche ablesen, wie viel Mitsprache ein Betrieb über die KI in seinen Werkzeugen wirklich hat. Bei Nextcloud entscheidet der Admin, wo das Modell rechnet. Bei Google Chat hängt es an drei Einstellungen und bei Google Slides an keiner einzigen. Bei den eigenen KI-Agenten ist laut der Umfrage in 48 Prozent der befragten Betriebe nicht geregelt, wer zuständig ist.
Das eigentliche Signal: Die Zahl der Woche ist nicht 98, sondern 44 Prozent, denn nur so viele der befragten Betriebe setzen Agenten wirklich ein, laut der Erhebung meist nur in einzelnen Funktionsbereichen.
Die Agenten im Betrieb entstehen in einzelnen Teams, nicht auf einer Plattform.
Laut der Agentic-AI-Umfrage 2026 von SAP LeanIX setzen 98 Prozent der Unternehmen KI-Agenten ein oder planen das, während weniger als die Hälfte der Befragten eine Übersicht über die eigenen Agenten hat. SAP LeanIX befragte dafür im März 2026 nach eigenen Angaben 228 Enterprise-Architekt:innen und IT-Entscheider:innen aus Kundenorganisationen, 37 Prozent davon aus Organisationen mit mehr als 10.000 Mitarbeitenden.
- Laut der Erhebung setzen 44 Prozent Agenten bereits ein, 40 Prozent probieren sie aus und 14 Prozent planen den Einsatz.
- Laut SAP werden die systemübergreifenden Berechtigungen von Agenten selten mit derselben Sorgfalt verwaltet wie die von Menschen.
- Laut Gartner betreibt ein typisches Fortune-500-Unternehmen bis 2028 mehr als 150.000 KI-Agenten, während nur 13 Prozent der Unternehmen glauben, die passende Governance dafür zu haben.
Warum es zählt: Wer in deinem Betrieb einen Agenten einrichtet, vergibt damit Zugriffsrechte. Prüf, wer in Marketing oder Buchhaltung einen eigenen Agenten betreibt und worauf der zugreifen darf.
Die Signale der Woche
1. Nextcloud lässt Admins wählen, ob die KI im eigenen Haus oder beim Anbieter rechnet.
Nextcloud positioniert seinen Hub nach eigenen Angaben als europäische Alternative zu Microsoft 365 und Google Workspace. Der integrierte Assistent korrigiert Texte und transkribiert Audio. Über Context Chat beantwortet er Fragen zu abgelegten Dateien. Laut Nextcloud bestimmen Admins, welche dieser Aktionen überhaupt laufen und ob die Modelle dafür lokal arbeiten oder bei einem externen Anbieter.
Lohnt sich: wenn du als Steuerberatung einzelne Assistenz-Funktionen ganz abschalten und die übrigen im eigenen Haus rechnen lassen willst · Ignorieren, wenn: wenn in deinem Betrieb niemand Server betreut und auch kein Dienstleister dafür eingeplant ist
2. Google schaltet ab dem 26. August eine Gemini-Abfrage in Google Chat frei.
Ab dem 26. August 2026 durchsucht Gemini per Tastenkürzel Mails, Drive-Dateien und Kalendereinträge aus Google Chat heraus und verwaltet dort auch Aufgaben und Termine. Der Rollout braucht bis zu 15 Tage. Voraussetzung sind zwei Admin-Einstellungen, nämlich Gemini in Workspace in Chat und Workspace Intelligence for all apps. Jede Person muss zusätzlich Workspace Smart Features aktiviert haben. Erreichbar ist das zunächst nur für Konten mit englischer Kontosprache, zugleich entfällt dort das bisherige Gemini-Seitenpanel in Chat.
Lohnt sich: wenn dein Team eine Business- oder Enterprise-Edition ab Standard nutzt und mit englischer Kontosprache arbeiten kann · Ignorieren, wenn: wenn deine Admins Workspace Intelligence nicht für alle Apps öffnen wollen
Quelle: workspaceupdates.googleblog.com
3. Google Slides nimmt Präsentationen jetzt direkt als Video mit Google Vids auf.
Seit dem 20. August 2026 nimmst du in Domains mit Rapid Release eine Präsentation direkt aus Google Slides heraus mit Google Vids auf. Die Auslieferung braucht dort bis zu 15 Tage, Domains mit Scheduled Release folgen ab dem 7. September 2026. In Vids lässt sich die Aufnahme danach über das Transkript schneiden und mit einer erzeugten Sprachausgabe versehen. Eine Abschaltung durch Admins gibt es laut Google nicht.
Lohnt sich: wenn deine Schulungsfolien bereits in Google Slides liegen und du als Weiterbildungsanbieter dieselbe Einheit mehrmals im Jahr neu vertonst · Ignorieren, wenn: wenn deine Domain auf Scheduled Release läuft und der 7. September für deinen nächsten Kurs zu spät kommt
Quelle: workspaceupdates.googleblog.com
In eigener Sache
Ein Modell, das brauchbare Vorschläge liefert, ist erst die halbe Arbeit, denn die Ausreißer müssen abgefangen werden, bevor sie beim Kunden landen. Bei unserem eigenen Empfehlungs-Automaten läuft deshalb jede Modellantwort durch einen festen, deterministischen Validator, der regelmäßig Fälle abfängt, die der Prompt allein nicht verhindert. Wo eine solche Kontrollstufe in deinem Betrieb fehlt, besprechen wir das gern unverbindlich.
Diese Ausgabe ging am 25. August 2026 an unsere Abonnenten.
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